Unternehmensgeschichte

Erfahren Sie mehr über den Verlauf unseres Unternehmens

SecAnim – Teil der SARIA Gruppe

Gemeinsam für eine nachhaltige Welt und ein gesundes Leben.

SecAnim zählt zu den führenden Unternehmen im Bereich der Tierkörperverwertung.

Seit der Gründung steht das Unternehmen für verantwortungsbewusste Sammlung, sichere Verarbeitung und nachhaltige Nutzung tierischer Nebenprodukte mit Risikopotenzial.

Als Teil der SARIA Gruppe profitiert SecAnim von einem starken Netzwerk, modernster Technologie und jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich Recycling und Verwertung. Gemeinsam verfolgt die Gruppe das Ziel, knappe natürliche Ressourcen zu schonen und durch innovative Verfahren neue, umweltfreundliche Verwendungszwecke zu schaffen.

Dank der Zugehörigkeit zur SARIA Gruppe entwickelt SecAnim kontinuierlich Produkte und Prozesse, die höchsten Qualitätsstandards entsprechen: ökologisch, effizient und zukunftsorientiert. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Erste Schritte

RETHMANN-Gruppe übernimmt erste Tierkörperbeseitigungsanlage

Die Ursprünge des Kerngeschäfts von SecAnim reichen bis in die 1970er Jahre zurück.

Den Einstieg gab es 1977 in die Tierkörperbeseitigung. Damals übernahm die Firma RETHMANN in Marl, Nordrhein-Westfalen, ihre erste Tierkörperbeseitigungsanlage (TBA) und begann somit mit der professionellen Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten.

1970

Die Wurzeln von SecAnim

Entwicklung des Geschäftsfelds Tierkörperverwertung

Das Geschäftsfeld, das heute durch die Aktivitäten von SecAnim repräsentiert wird, entwickelte sich Anfang der 1990er Jahre dynamisch weiter. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wuchs der Bereich der Tierkörperverwertung durch die Übernahme und Modernisierung zahlreicher Tierkörperbeseitigungsanlagen (TBA) in den neuen Bundesländern deutlich.

Ein weiterer Meilenstein folgte 1998: Mit dem Erwerb zweier französischer Unternehmen wurde die Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten zu einem bedeutenden Teil des Portfolios und der Name „SARIA“ entstand. Sie bündelt seither sämtliche Aktivitäten im Bereich der Sammlung, Verarbeitung und Verwertung tierischer Nebenprodukte sowie anderer organischer Reststoffe.

1990

Die Entstehung von SecAnim

Neuausrichtung der Tierkörperverwertung

Die europaweite BSE-Krise der Jahre 2000/2001 markierte einen entscheidenden Wendepunkt in der Verarbeitung tierischer Nebenprodukte. Sie führte zu einer grundlegenden Neuausrichtung der gesamten Branche, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind.

Mit der Einführung der EU-Verordnung 1774/2002 wurden tierische Nebenprodukte risikobasiert in drei Kategorien eingeteilt. Diese Kategorisierung bildet seither den rechtlichen Rahmen für die Verarbeitung und Entsorgung von Materialien unterschiedlicher Risikostufen.

Materialien der Kategorien 1 und 2, die ein hohes oder mittleres Risikopotenzial aufweisen, unterliegen besonders strengen gesetzlichen Anforderungen. Sie müssen beispielsweise drucksterilisiert und strikt getrennt von Kategorie-3-Materialien verarbeitet werden.

Im Jahr 2007 erhielt der Geschäftsbereich in Deutschland den Namen SecAnim (Security in Animal Processing). Der Fokus liegt auf der schnellen, gesetzeskonformen und hygienischen Verarbeitung potenziell infektiöser tierischer Materialien, die nicht für die Futtermittelproduktion zugelassen sind.

Bei der Verarbeitung dieser tierischen Nebenprodukte entstehen zwei Hauptprodukte: Tiermehl und tierische Fette. Das Tiermehl wird vor allem energetisch verwertet, etwa als Ersatzbrennstoff in Zementwerken oder Müllverbrennungsanlagen. Die gewonnenen tierischen Fette dienen hingegen als wertvoller Rohstoff für die Biodieselherstellung.

Dieser nachhaltige Verwertungsansatz wurde innerhalb der SARIA Gruppe mit der Gründung des Geschäftsbereichs ecoMotion institutionalisiert. Bis heute liefert SecAnim tierische Fette an das Schwesterunternehmen ecoMotion, das daraus hochwertigen Biodiesel produziert. Dies ist ein Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung.

2000

Innovation aus tierischen Fetten

Nachhaltige Flugkraftstoffe

In den 2020er Jahren erreichte die Verarbeitung tierischer Nebenprodukte einen weiteren technologischen Meilenstein: Tierische Fette dienen heute auch als Ausgangsstoff für die Herstellung nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF).

Diese innovative Nutzung eröffnet neue Perspektiven für eine klimafreundliche Energiegewinnung und zeigt eindrucksvoll, wie sich Reststoffe aus der Tierkörperverwertung in zukunftsweisende Technologien integrieren lassen.

Der Einsatz tierischer Fette für die SAF-Produktion leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und reduziert gleichzeitig den CO2-Fußabdruck im Luftverkehr. Damit unterstreicht SecAnim das Innovations- und Transformationspotenzial seines Geschäftsbereichs.

2020